Warum bekomme ich schütteres Haar? Häufige Ursachen und was Du dagegen tun kannst.

Warum bekomme ich schütteres Haar? Häufige Ursachen und was Du dagegen tun kannst.

Die Ursachen für schütteres Haar sind so individuell wie die Menschen, die davon betroffen sind. Die Erscheinungsformen von Haarausfall hingegen lassen sich in drei Kategorien zusammenfassen:

   Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
   Diffuser Haarausfall (Symptomatische Alopezie)
   Kreisrunder Haarausfall (Pelade)

Schütteres Haar durch erblich bedingtem Haarausfall

Männer sind von genetisch veranlagtem Haarausfall besonders häufig betroffen. Grund hierfür ist Dihydrotestosteron (DHT), das aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron gebildet wird und die Haarfollikel angreift.

Zuerst zeigt sich schütteres Haar im Stirnbereich: Geheimratsecken werden sichtbar, der Haaransatz weicht immer weiter zurück. Später verabschiedet sich das Haupthaar bis hin zum Hinterkopf.

Frauen, die an erblich bedingtem Haarausfall leiden, bemerken dies zuerst am Mittelscheitel. Das Haar lichtet sich, bis die Kopfhaut sichtbar wird. Aber auch Geheimratsecken können bei Frauen auftreten, schließlich bildet der weibliche Organismus ebenfalls Testosteron, wenn auch in erheblich kleineren Mengen, als dies bei Männern der Fall ist.

Was Du gegen schütterem Haar bei genetisch bedingten Haarausfall tun kannst

Da androgenetische Alopezie, wie der Name bereits verrät, in den Genen veranlagt ist, lässt sich leider wenig dagegen unternehmen. Natürlich gibt es Tricks, mit denen man(n) sich trotz Haarausfall eine voluminöse Mähne schummeln kann. Am einfachsten und schnellsten geht das mit Streuhaar. Ein gesunder Lebensstil hilft zudem, die Haarpracht so lange wie möglich zu erhalten.

Schütteres Haar bei diffusem Haarausfall

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Wird Dein Haar zusehends dünner und lichter? Findest Du auf dem Kopfkissen, in der Haarbürste und nach dem Duschen mehr Haare als sonst? Meistens weist diffuser Haarausfall auf eine Dysbalance Deines Körpers hin. Darum solltest Du, wenn der Haarausfall nicht nach wenigen Wochen von selbst verschwindet oder sich sogar verschlimmert, einen Hautarzt aufsuchen. Er kann Krankheiten oder Unverträglichkeiten ankündigen, deren Früherkennung sehr wichtig ist.

Keine Angst! Schütteres Haar entsteht in den meisten Fällen durch harmlose Auslöser, zum Beispiel durch Eisen- oder Eiweißmangel. Wenn Du einmal selbstkritisch Deine Ernährung analysierst, kann es sein, dass Du ungesunde Gewohnheiten entdeckst, die Deinen Haarausfall mit verursachen. Eine einseitige Ernährung schädigt Dein Haar ebenso wie Mangelerscheinungen in Folge extremer Diäten.

Stress ist ein Faktor, der häufig unterschätzt wird. Wenn Du über einen langen Zeitraum psychischen Belastungen ausgesetzt bist, ist das nicht nur schädlich für Dein Wohlbefinden, sondern auch für die Haargesundheit.

Haarausfall & schütteres Haar bei Frauen

Manche Frauen haben nach der Schwangerschaft mit schütterem Haar zu kämpfen. Nach der Geburt sinkt der, während der Schwangerschaft konstant erhöhte, Östrogenspiegel im Blut. Diese schlagartige Umstellung kann wenige Monate nach der Entbindung einen diffusen Haarverlust zur Folge haben.

Auch das An- und Absetzen der Anti-Baby-Pille kann auf Deinem Kopf unerwünschte Nebenwirkungen sichtbar machen, denn die Pille greift tief in den Hormonhaushalt ein. Ein ähnlicher Effekt lässt sich während der Wechseljahre beobachten, weil der Körper die Produktion des Hormons Östrogen senkt.

Was Du bei schütterem Haar & symptomatischen Haarausfall tun kannst

Deine Ernährung noch gesünder zu gestalten, ist immer eine gute Idee. Achte vor allem auf eine ausreichende Eisenzufuhr (am besten in Kombination mit Vitamin C). Gesunde Fette und Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in Avocado, Nüssen, Kokosöl, Oliven, Kürbiskernen usw. vorkommen, sind Balsam „von innen“ für die Haare.

Eine Wunderwaffe, um Körper und Seele wieder in Balance zu bringen, ist Entspannung. Nimm Dir Zeit für Dich! – Ja, das klingt nach einer Floskel und Yoga ist inzwischen Mainstream, aber Du kannst Dich darauf verlassen, dass es hilft. Spätestens, wenn Dir vor lauter Stress die Haare ausgehen, ist eine Grenze erreicht, an der Du Dich zurücknehmen und auf die Signale Deines Körpers hören solltest.

Für Mütter und solche, die es werden wollen, gibt es eine gute Nachricht: Haarausfall nach der Geburt ist in der Regel temporär und gibt sich von selbst wieder. Junge Frauen und Mütter sind zudem anfälliger für Eisenmangel, achte darum besonders auf Deine Ernährung. Gib Deinem Körper Zeit, die Umstellung zu verstoffwechseln und gönne Dir bewusste Ruhephasen.

Bei anhaltendem, diffusem Haarausfall ist kompetente Hilfe von einem Dermatologen nötig.

Schütteres Haar und Kreisrunder Haarausfall

Runde, deutlich abgegrenzte Kahlstellen können nicht nur am Haupthaar, sondern auch im Bartbereich auftreten. In Einzelfällen erfasst der Haarausfall die gesamte Körperbehaarung. Kreisrunder Haarausfall kann als Begleiterscheinung einer Hauterkrankung wie Neurodermitis auftreten – oder scheinbar grundlos. Das Immunsystem greift die Haarfollikel an, die dadurch schrumpfen und das Haar abstoßen. Die genauen Ursachen hierfür sind noch nicht bekannt. Demzufolge gestaltet sich auch die Behandlung schwierig. Lass Dich in jedem Fall vom Hautarzt Deines Vertrauens beraten.

Normalerweise wachsen die Haare an den betroffenen nach einer Weile von selbst wieder nach, doch die Wahrscheinlichkeit, dass die Symptome irgendwann erneut auftreten, ist hoch.

Was Du gegen kreisrunden Haarausfall tun kannst

Behandlungen mit Kortison sind möglich, bringen aber selten den gewünschten Erfolg. Da noch nicht ausreichend erforscht ist, wieso das Immunsystem sich plötzlich gegen die eigenen Haarfollikel richtet, gibt es derzeit noch keine wirkungsvolle, nebenwirkungsarme Therapie.

Da hilft nur eines: Abwarten, bis das Haar von selbst wieder nachwächst. In der Zwischenzeit kannst Du kahle Stellen am Haupthaar einfach mit Streuhaar kaschieren.

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